Bier Unikate aus Tirol.

Currant Mood – ein Collaboration Brew mit Bridge Road Brewers

Currant Mood – ein Collaboration Brew mit Bridge Road Brewers
9. Oktober 2020 Lisa Luginger

Wir stehen auf Farbe. Nicht nur an der Wand.

Wir stehn auf Wortspiele. Nicht nur im Firmennamen.

Und wir stehn auf Austausch mit Freunden. Und das nicht nur nach der Arbeit. 

Currant Mood ist ein 100 % Brett vergorenens Fruit Sour – Granatrot, erfrischend, und clean. Schwarze Ribisl wohin man sieht, riecht und schmeckt. 

Die Idee dazu entstand, als Bridgeroad Founder & Headbrewer Ben im Sommer mit ein paar seiner Flaschen im Taproom von Bierol vorbeischaute. 2017 hatte man zusammen bereits „3 men and a Baby“ gebraut, damals war er im Urlaub in Tirol. Dieses Jahr hatten sich er und seine Familie eine Auszeit genommen und lebten vorübergehend im ursprünglichen Heimatort seiner Frau im Ötztal. Der Weg war also nicht ganz so weit. 

3 men an a baby – 2017

3 men and a bretty-baby – 2020

 

 

 

 

 

 

 

Die Biere waren allesamt aus seiner Mayday Hills-Serie, zu 100% mit der Hefe Brettanomyces vergoren. Brettanomyces ist ursprünglich eine Wildhefe, die Bieren oft ein sehr „Bauernhoftypisches Aroma von Ziege und Pferd“ gibt. Besonders bei vielen belgischen Bierstilen ist das so gewollt, beziehungsweise trägt die Hefe zum Geschmacksprofil bei. Doch gilt die „Brett“ als ein heikles Thema unter hiesigen Brauern, könnte sie doch in der Theorie auf die gesamte Brauerei übergehen und sich so in alle Biere einschleichen und schwer aus dem Produktionsprozess wegzubekommen sein. Richtig eingesetzt liefert sie dafür ganz besondere geschmackliche Nuancen und zwar alles andere als Ziege, Pferd und Co. 

Haben viel geratscht, die Brauerkollegen Ben und der Christoph

Das war auch eindeutig bei den Bridgeroad-Bieren zu erkennen, wie sich Bierol Brauer Christoph erinnert. „Se san erfrischend gwesn und gradlinig und gschmacklich ausbalanciert, gor ned des, wos ma uns dacht hätten.“

Und so war klar: Der anstehende Collaboration Brew wird ein 100%Brett Bier. Perfekt für Bierol in Sachen Lern-Effekt und auch in Hinsicht auf den ursprünglichen Gedanken von CollBrews wie da Marko sagt- „Austausch, neie Erfahrungen, ned nur a Marketing-Produkt, für des ma schnell amoi zum Foto vorbeischaut“, 

Als Tiroler Zugabe entschied man sich für Schwarze Ribisl, die dem Bier sein unsagbar aussagekräftiges Aroma geben. Und das fügt sich irrsinnig gut in den Körper des Bieres ein, der für 3,9 Prozent Alkohol überraschend vollmundig ist – ein Nebeneffekt der Brett, die nicht imstande ist, Maltose zu vergären.

 

 

Unscheinbar und doch so besonders: Brettanomyces Clausenii

Riecht, schmeckt und sieht man im Bier: Schwarze Ribisl

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch was für Brauer Christoph das Spannendste ist, ist die Erkenntnis, dass ein so spezielles Bier richtig vergoren extrem frisch und clean wirkt und in keinster Weise die der Brett oft zugeschriebenen Aromen von Pferdestall etc. aufnimmt. Man munkelt, das wird nicht das letzte 100 % Brett-Bier von Bierol sein. 

PS. Currant Mood ist erhältlich so lange der Vorrat reicht 🙂 

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